GV Balde-Melbach – zum ersten Male Meisterchor

Siegen in Siegen: Der Gesangverein „1952“ Balde-Melbach hat sich zum Meisterchor gesungen.

Beim Bundesleistungssingen des Sängerbundes NRW am Sonntag, d. 24.5.2009, in der Siegerlandhalle in Siegen errang der Chor zum ersten Male diesen ehrenvollen Titel.

Schon seit Monaten hatten sich die Sängerinnen und Sänger intensiv mit ihrer Chorleiterin Christine Uhl auf diesen großen Tag vorbereitet. Ihr war es hervorragend gelungen, die Qualität des Gesangs stetig zu verbessern, ohne jedoch die „Leidensfähigkeit“ der Sänger zu überstrapazieren. Es gab wohl kaum jemanden, der nach den vielen Proben mit dem Gefühl: „Jetzt reicht es aber!“ nach Hause gegangen ist.
Am Sonntagmorgen um Punkt 8.00 Uhr wurde es dann langsam ernst, als der Bus mit den über 40 Chormitgliedern und einigen „Fans“ in Richtung Siegen rollte. k 01 IMG 0244
Die Sänger bemühten sich um Gelassenheit, doch die Anspannung zerrte an den Nerven. Und der entscheidende Augenblick rückte von Minute zu Minute näher.Die Anspannung steht in den Gesichtern geschrieben
In Siegen angekommen ging es nach einem „Soundcheck“ auf der Bühne und etwas Wartezeit weiter mit dem Einsingen. Beim „Soundcheck“ konnten die Sängerinnen und Sänger die ausgezeichnete Akustik im Gläser-Saal der Siegerlandhalle kennen lernen. So war allen klar, dass jeder Ton – auch ein falscher – die Ohren der Jury erreichen würde.
Das Einsingen wurde nicht übertrieben,  die Chorleiterin korrigierte hier und da nur noch eine Kleinigkeit, gab letzte Tipps und am Ende den vielleicht wichtigsten Rat: „Seid konzentriert, aber versucht auch, locker zu bleiben. Dann läuft die Sache schon. Ihr könnt es schließlich.“

11.30 Uhr: Jetzt ging‘s zur Sache. Unter den kritischen Augen der sechsköpfigen Jury betrat der GV Balde-Melbach die Bühne, bereit, alles zu geben, um den Titel „Meisterchor“ zu erringen. Es galt, vier Lieder darzubieten. Der Chor hatte sich als Wahlchorwerk „Cantate Domino“ von Laszlo Halmos, als Wahlpflichtchorwerk „Sängerfahrt“ von Moritz Hauptmann sowie die beiden Volkslieder „Ännchen von Tharau“ und „Horch, was kommt von draußen rein“ ausgesucht.
Ausdrucksstark, unter der leidenschaftlichen Leitung von Christine Uhl, boten die Sänger ihre Lieder dar und hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite. Nach dem gelungenen Auftritt fiel allen ein Stein vom Herzen. Es war geschafft! „Wir haben alles gegeben, und es hat hundertprozentig geklappt“, waren sich alle einig. „Ihr habt toll gesungen, und egal wie es jetzt ausgeht – das ist es, was zählt!“ urteilte Christine Uhl gleich nach dem Auftritt.
Um 14.45 Uhr brach Jubel unter den Mitgliedern des Gesangvereines aus – bestanden! k 03 HPIM2201
Die Sängerinnen und Sänger fielen sich überglücklich um den Hals, und die ersten zückten ihre Handys, um ihren Lieben zu Hause sogleich die guten Neuigkeiten zu berichten. Was folgte, lässt sich kaum in Worte fassen: über 40 Menschen lagen sich jubelnd in den Armen und genossen den Erfolg.
Später am Abend empfing der Chor die genauen Noten. Zweimal „sehr gut“ und zweimal „gut“ musste die Jury ihre Darbietungen bewerten. Und das tat sie auch: „sehr gut“ für „Cantate Domino“ und „Ännchen von Tharau“ und „gut“ für „Sängerfahrt“ und  „Horch, was kommt von draußen rein“. Ein langer Tag neigte sich langsam seinem Ende zu, nicht aber ohne noch mit einer Überraschung für die Sängerinnen und Sänger aufzuwarten.
Für die Heimfahrt hatte ein Sänger ein "Meister-Gedicht" vorbereiet. Nach der Heimfahrt fiel allen ein riesiges Transparent am Ortseingang auf, was in der Zwischenzeit am Geländer der Eisenbahnbrücke angebracht worden war. Das Dorf begrüßte die „Meistersinger“ mit der Aufschrift: „Herzlichen Glückwunsch – Meisterchor GV Balde-Melbach“. Anschließend wurde noch ein wenig gefeiert.            
Für Dienstagabend hatte der Verein zur „Meisterfeier“ in die Alte Schule Balde eingeladen. Einige Gäste brachten in ihren Grußworten die riesige Freude über den erreichten Erfolg zum Ausdruck.

Der Vorsitzende des Sängerkreises Wittgenstein, Fritz-Heinrich Hof, überbrachte dem Chor die Glückwünsche des Sängerkreises. Mit seinen Worten: „Es ist schwer Meisterchor zu werden, aber es ist noch schwerer, Meisterchor zu bleiben“, charakterisierte er die folgenden Jahre für den GV Balde-Melbach. Jede Sängerin und jeder Sänger weiß, dass es mit diesem Erfolg noch wichtiger geworden ist, die sehr gute gesangliche Qualität auch künftig zu erhalten und vielleicht auch noch zu verbessern.
Anschließend verbrachten die Sängerinnen und Sänger noch einige fröhliche Stunden bei gutem Essen, kalten Getränken und stimmungsvoller Blasmusik.

... Die Spannung steigt .... Vor dem großen Auftritt



... Yes!!! ... We can!!!




... WARTEN .....  noch mehr Spannung !!!




...HURRA !!! .... Wir haben es geschafft !!!





... Welch Ehre !!!





... Rückkehr nach Hause ...





... Nachfeier...




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